Informationsmedizin · Dr. Gunter Petry

Nahrung und Information

Die Bedeutung der Nahrung für unseren Organismus

Vorläufige Fassung vom 12.03.2012

Als Nahrung werden die ess- und trinkbaren Stoffe bezeichnet, mit denen sich ein Lebewesen ernährt, um den Organismus aufzubauen und die eigene Gesundheit zu erhalten. Sie enthält in der Regel energiereiche organische Verbindungen. Nach der Aufnahme wird sie vom Körper mechanisch (u. a. durch Kauen) und chemisch (z. B. durch die Magensäure) in ihre Bestandteile zerlegt. Die darin gespeicherte Energie wird im Energiestoffwechsel verwendet, um beispielsweise bei Warmblütern die Körpertemperatur konstant zu halten. Des Weiteren wird die Energie im anabolen Stoffwechsel für Erhalt und Aufbau des Körpers (z. B. Wachstum bei Kindern oder Muskelaufbau bei Erwachsenen) eingesetzt.
(nach http://de.wikipedia.org/wiki/Nahrung)

Um es in einem Satz zu sagen: Nahrung dient zur Erzeugung und Aufrechterhaltung von Struktur, Funktion und Zufuhr der dazu notwendigen Energie.
Diese Definitionen scheinen auf den ersten Blick vollständig zu sein, doch sieht man genauer hin, fällt auf, dass die Essgewohnheiten vieler Menschen an ihrem körperlichen Erscheinungsbild zu erkennen sind. Menschen mit einer Vorliebe für Schweinefleisch beispielsweise zeigen eine typische Verteilung von Körperfett, etwa dicke Pausbacken, dicken Bauch, zuweilen auch Hängebauch. Menschen mit der Vorliebe für Rindfleisch haben oft einen athletischem Oberkörper und einen Stiernacken. Viele Vegetarier weisen eine gewisse Ähnlichkeit zu Getreidehalmen auf und verfügen häufig über eine entsprechende konditionelle Ausdauer und Zähigkeit.
Offensichtlich senden Nahrungsmittel also auch Signale und Botschaften an unsere Zellen aus, die zu strukturellen und funktionellen Veränderungen in unserem Organismus führen. Diesen Aspekt sollten wir einer näheren Betrachtung unterziehen. Zunächst einmal ist nichts Neues an dieser Feststellung, schließlich nutzen wir seit Jahrtausenden die Heilkraft von Pflanzen, bei der die Signalwirkung ihrer spezifischen Bestandteile eine gewichtige Rolle spielt. Diese Signalwirkung würde demnach stofflich vermittelt werden, durch entsprechende chemische Verbindungen, die in der Pflanze enthalten sind.

Heilende Botschaften
Als ich im Sommer 2011 selbst meine Schulterschmerzen behandelte, die sich auch von keiner schulmedizinischen Therapie lindern ließen, klebte ich mir in der Verzweiflung ein Salbeiblatt auf die Schulter. Die Schmerzen waren bereits nach zehn Minuten gedämpft, die Wirkung war ähnlich stark wie die nach der Einnahme von 10 bis 15 Milligramm Cortison. 12 bis 16 Stunden später war das Blatt welk, die Wirkung ließ nach. Wie war das zu erklären? Eine Tiefenwirkung der chemischen Blattbestandteile bis hinein ins Schultergelenk hielt ich für ausgeschlossen.
Seit Jahren behandle ich Patienten mit Streifen von Magnetbändern unbespielter Videokassetten, die ich mit einem eigens entwickelten Verfahren programmiere. Hunderte Patienten haben die Wirkung dieser Streifen erfahren und bestätigt. Offensichtlich enthält auch das Salbeiblatt „Programme“, die eine Entzündung zu lindern in der Lage sind, ohne dass eine stoffliche Essenz zur Wirkung kommt. Das Senden der antientzündlichen Programme ist an die Vitalität des Blattes gebunden. Wird das Blatt braun, geht keine Wirkung mehr von ihm aus. Aus den Forschungsarbeiten von Fritz Albert Popp wissen wir, dass lebende Blätter Biophotonen ausstrahlen. Beim Sterbeprozess, der durch das Pflücken des Blattes unmittelbar eingeleitet wird, gibt das Blatt seine Biophotonen ab. Die Botschaften in Form der Biophotonen sind ausreichend, um eine Signalwirkung an der Zelle zu induzieren, in meinem Fall eine entzündungslindernde Wirkung.

Pflanzen haben ein Gedächtnis
Wir halten also fest: Jede Pflanze verfügt über für ihre Spezies typische Informationsmuster, die mit anderen Zellen interferieren können. Jetzt gehen wir gedanklich einen Schritt weiter. Aus dem Weinbau wissen wir, dass Trauben stark von den klimatischen Eigenheiten ihres Jahrgangs geprägt werden, die in unterschiedlichen Geschmacksnoten ihren Ausdruck finden. Die beim Weintrinken ausgelöste Geschmacksempfindung beruht auf den Geschmackssignalen, die von den spezifischen Aromen ausgehen. Diese Geschmacksnoten sind davon abhängig, was der Rebstock übers Jahr erlebt hat. Dazu zählen Wärme, Trockenheit, Sonneneinstrahlung, Schädlingsbefall, Einsatz von Chemikalien und zahlreiche andere Faktoren. Mit anderen Worten: Die Biographie der Pflanze spielt eine erhebliche und, wie ich glaube, eine unterschätzte Rolle. Unterschiedliche Biographien erzeugen unterschiedliche Signale, Signale, die unsere Zellen maßgeblich beeinflussen. 
Um dies besser zu verstehen, müssen wir mit einem weit verbreiteten Irrtum aufräumen. Viele Laien, aber erstaunlicherweise auch Wissenschaftler, glauben, dass Zellen ihre maßgeblichen Steuerimpulse aus dem Zellkern erhalten. Das ist jedoch falsch! Der Zellkern enthält die komplette Erbinformation des betreffenden Lebewesens und wird deshalb als Informationszentrale gerne in Analogie zum menschlichen Gehirn gesehen. Wenn man das Gehirn des Menschen entfernt, stirbt dieser unmittelbar, ohne Wenn und Aber. Entfernt man jedoch den Zellkern aus der Zelle, lebt diese unter Umständen Monate weiter, ohne eine

Funktionsänderung zu zeigen. Die Analogie zum Gehirn ist somit hinfällig, der Zellkern kann nicht die übergeordnete Steuerzentrale sein. Stattdessen verdichten sich Fakten, dass die Zellmembran den Sitz der Steuerzentrale darstellt, als Schnittstelle zwischen Zelle und Umwelt.
Ferner zeigen Beispiele aus der Natur, dass sich trotz unveränderter Erbinformation aus einem Einzeller ohne Fortbewegungsapparat unter veränderten Umweltbedingungen ein Einzeller entwickeln kann, der über eine Geißel zur Fortbewegung verfügt. Er ist nun in der Lage, Produkte zu verstoffwechseln, die zuvor toxisch auf ihn wirkten. Man könnte schlichtweg sagen, trotz gleicher Erbanlage sind unterschiedliche Organismen entstanden. Nichts anderes geschieht bei unserer embryonalen Entwicklung. Aus Zellen mit identischem Erbgut entwickeln sich völlig unterschiedliche Gewebezellen wie Blutzellen, Nervenzellen, Leberzellen, Hautzellen usw. Die Signale, die dieses steuern, liegen außerhalb des Zellkerns und größtenteils außerhalb unseres Organismus. Membranprozesse spielen bei der Erkennung dieser Umweltsignale eine entscheidende Rolle.

Effektive und ineffektive Botschaften
Einige Membranrezeptoren ragen wie kleine Antennen aus der Zellmembran hervor, bereit, Signale zu empfangen. Als weitere Andockstelle für Signale dienen Kanal- und andere Proteineinheiten in der Zellmembran.

Diese Signale kommen zum einen aus dem Inneren des  Organismus, zum anderen aber auch aus der Umwelt; sie beeinflussen maßgeblich die Steuerung unserer Zellen. Zu diesen Steuerimpulsen zählen auch die Botschaften, die wir über unsere Nahrung empfangen.
Wenn wir diesen Mechanismus verstanden haben, können wir Lebensmittel unter einem völlig neuen Aspekt betrachten, nämlich unter der Frage nach ihrem Informationsmuster und ihrer Signalwirkung auf die Zellen. Somit ist es ganz und gar nicht unerheblich, ob ein Gemüse oder Obst durch die Entwicklung entsprechender Abwehrstoffe gelernt hat, Schädlinge und Parasiten abzuwehren, oder ob der Pflanze durch den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln diese Arbeit abgenommen wurde. Schauen wir uns die modernen Obstplantagen an. Die schönsten Äpfel hängen meist nicht mehr an Bäumen, sondern an Spalierkulturen mit Strauchcharakter, gut geeignet zum Einsatz von Maschinen und zur Anwendung von Chemikalien, überaus praktisch, um abgeerntet zu werden. Am Ende stehen Designeräpfel, makellos schön, aber „charakterlos und dumm“, da sie keine für unsere Zellen effektiven Botschaften enthalten.

„Ich hätte gerne ein Kilo Biobananen.“
 Verkäuferin: „Die Schalen haben aber Flecken.“
„Das ist schon in Ordnung, das macht die Banane für mich so wertvoll.“
Die Verkäuferin sieht mich verständnislos an.

Zugegeben, hier musste ich umlernen, wer möchte schon Produkte mit Makeln, mit Ecken und Kanten? Ist diese Oberflächlichkeit, die wir uns bei der Beurteilung von guten und schlechten Nahrungsmitteln zu Eigen gemacht haben, nicht die gleiche, mit der wir unser Äußeres sowie das Äußere unserer Mitmenschen beurteilen? Muss nicht alles makellos sein, und wie es drinnen aussieht geht niemanden etwas an? Zum Glück, könnte man fast sagen, denn welche Ruine verbirgt sich hinter manch makelloser Fassade?
Welche Botschaften und Signale mögen Produkte aus der Massentierhaltung enthalten? Angst, Stress, Panik, Depression, Aggression, Unruhe, Resignation, Verzweiflung? Sind es nicht jene Symptome, die in den letzten zehn Jahren in der Bevölkerung sprunghaft angestiegen sind? Füllen nicht gerade diese Symptome unsere Krankenstatistiken? Führt der Einsatz von Wachstumsbeschleunigern bei Tieren und Pflanzen möglicherweise zur Wachstumsbeschleunigung und Frühreife unserer Kinder, zum unkontrollierten beschleunigten Zellwachstum, wie es bei Krebs der Fall ist? Ist das die zentrale Botschaft unserer Nahrungsmittel: Wachstum um jeden Preis – ungeachtet der Konsequenzen?
Die Bedeutung der Nahrungsmittel als Mittel zum Leben ist in den Hintergrund getreten. Das Leitbild der modernen Agrarwirtschaft ist die Ertragssteigerung und somit Gewinnmaximierung in Bezug auf eingesetzte Produktionsfläche. Die Optik der Produkte wird ausschlaggebend, nicht deren Qualität und Eignung zur Erhaltung der menschlichen Gesundheit.

Frühe Mahner
Rudolf Steiner war einer der Ersten, die im deutschsprachigen Raum bereits in den 1920-er Jahren auf diesen Missstand hinwiesen.
Hierzu ein Auszug aus Wikipedia in Bezug auf die biologisch-dynamische Landwirtschaft:
1924 entschloss sich Steiner auf Einladung von Johanna Gräfin und Karl Graf von Keyserlingk und auf Bitten anderer Landwirte und Gutsbesitzer, einen landwirtschaftlichen Kursus abzuhalten, der die „geisteswissenschaftlichen Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft“ legen sollte. Dieser Kurs fand zur Pfingstzeit 1924 auf dem Gut Koberwitz nahe Breslau statt. Vor etwa 100 Teilnehmern hielt Steiner acht Vorträge, an die sich jeweils eine Diskussion anschloss. Es wurden Themen wie das „Zusammenleben von Erde und Kosmos“ und die „planetarischen Wirkungen auf die Erde und deren Bewohner“ behandelt.
In den 1920-er Jahren hatten einige Landwirte, Gutsbesitzer und Lebensmittelverarbeiter, die der Anthroposophie Rudolf Steiners nahestanden, Rudolf Steiner das Anliegen vorgetragen, von ihm Anregungen zu einer Neuorientierung des Landbaus zu erhalten. Sie fanden, dass die Nahrungsmittel, mit denen sie täglich zu tun hatten, weniger gut schmeckten als die, die sie noch in der Kindheit genossen hatten. Bei Getreide und anderen Kulturen sei ein Nachlassen der Vitalität/Qualität zu bemerken. Dieses Gefühl der Qualitätsverschlechterung entstand in einer Zeit, in der die mineralische Stickstoffdüngung, lange nach dem Erscheinen des Hauptwerks Justus Liebigs („Die Organische Chemie in Anwendung auf Agrikultur und Physiologie“, 1840), gerade aufgegriffen wurde und sich langsam die Massenproduktion von Nahrungsmitteln entwickelte.

In Wissenschaft und Praxis waren damals wenig Ambitionen zur Erhaltung der Nahrungsmittelqualität und der Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge zu verzeichnen, und so erhoffte sich ein zunächst kleiner Kreis von Menschen aus der Anthroposophie neue Impulse für den Landbau.
Die Anthroposophie bemüht sich, die Welt und den Menschen als „mehrdimensionale Wesen“ zu begreifen und zu erkennen, und erhebt den Anspruch, die moderne, vorherrschende „materialistische Weltanschauung“ durch eine „geistige Sichtweise“ zu ergänzen. Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch in der Lage ist, durch Meditation und Arbeit eigene geistige Erfahrungen zu machen. Der Anthroposophie-Begründer Rudolf Steiner versuchte selbst zeit seines Lebens seine geistigen Forschungsergebnisse in eine modernen Menschen zugängliche und nach seiner Ansicht wissenschaftliche Form zu bringen.

Die Idee des „landwirtschaftlichen Organismus“, die heute auch außerhalb der biologisch­dynamischen Richtung gepflegt wird, wurde hier entwickelt. Eine erweiterte, „wesensgemäße“ Erkenntnis der physischen Stoffe und deren Aufgabe als „Träger geistiger Kräfte“ wurde als wichtige Grundlage genannt. Auch zum richtigen Verhältnis zwischen Feldwirtschaft, Obstwirtschaft und Tierhaltung, zur Bedeutung des Waldes und der Bildung von Biotopen wurden Angaben gemacht. Die wesensgemäße Fütterung der Tiere, aber auch die menschliche Ernährung waren Thema. Als besonders wichtig wurde die Belebung des Bodens und die Förderung und Erhaltung einer dauerhaften Fruchtbarkeit herausgearbeitet. Dazu wurden neue Ideen für Düngerwirtschaft und Kompostherstellung entwickelt.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Biologisch-dynamische_Landwirtschaft)

Das Faktum, dass Lebensmittel, die meine Eltern in ihrem eigenen Garten erzeugten, einen anderen, intensiveren Geschmack hatten, entspricht meiner persönlichen Erfahrung. Erstaunlich ist nur, dass dieses Problem offensichtlich schon vier bis fünf Jahrzehnte früher bestand. Die zeitliche Datierung, zu Beginn der zwanziger Jahre, macht den Zusammenhang mit der Intensivierung der Landwirtschaft durch den Einsatz mineralischer Stickstoffdünger deutlich.

Der Mensch greift seither ein in die Zusammensetzung der Böden, er greift ein in die Wachstumsbedingungen von Pflanzen und Tieren durch den Einsatz von Pharmazeutika, Gentechnologie, Schädlingsbekämpfungsmitteln und nicht zuletzt durch die Auswirkungen seiner zivilisatorischen Lebensweise. Natürlich bleiben die Veränderung des Klimas und die Vergiftung der Umwelt nicht ohne Wirkung. Es gibt aber auch Einflüsse subtilerer Natur, wie etwa die Auswirkung von Elektrosmog auf biologische Zellen. Stellen Sie sich die Welt vor, wie sie vor hundert Jahren war: Es gab keine künstlichen elektromagnetischen Wellen und Signale im Äther. Heutzutage ist er gefüllt mit Tausenden Fernseh- und Rundfunkprogrammen, mit Milliarden von Mobilfunksignalen, GPS-Signalen, Radarstrahlen etc. Stellen wir uns vor, jedes dieser Signale wäre sichtbar und zöge eine Spur in der Dicke eines Zwirnfadens hinter sich her, wir könnten das Blau des Himmels nicht mehr erkennen. Es wäre naiv zu glauben, diese Signale hätten keinerlei Auswirkungen auf unsere Zellen, im Gegenteil, es gibt gewichtige experimentelle Belege hierfür, die von Interessensgruppen jedoch nicht akzeptiert werden, weil dem wirtschaftliche Interessen entgegenstehen. Nicht zuletzt wollten die wenigsten Anwender auf den Komfort, der mit diesen Technologien einhergeht, verzichten.

Alles ist mit allem verbunden
Als Pragmatiker weiß ich, dass es keinen Sinn hat, gegen diese Entwicklungen anzurennen, doch unter den heutigen Bedingungen ist es umso wichtiger, die Zellen mit Basissignalen, mit Eichfrequenzen zu versorgen. Diese können wir in erster Linie in unbelasteter Natur und unbelasteten Nahrungsmitteln finden. In vielen Fällen wird dies allein jedoch nicht ausreichen, deshalb haben die Menschen Therapien und Kulturtechniken entwickelt, um eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umwelt herbeizuführen. Ich denke hier an Meditation, Yoga, Qigong, Musik, Tanz, Religion, energetische Therapien wie Akupunktur, Homöopathie, TCM, Informationsmedizin etc.

Legt man dieses Verständnis der Bedeutung von Nahrung für den Organismus zugrunde, lässt das beispielsweise die Demeter-Richtlinien als konsequent und folgerichtig erscheinen. Quantenphysikalisch gibt es keine Trennung im Universum. Die Atome, die uns aufbauen, bildeten sich nach dem Urknall: Wasserstoff und Helium. In einer Reihe von Kernprozessen – Supernovae und dergleichen – entwickelten sich die schweren Atome bis hin zu den Atomen, die im Periodensystem der Elemente repräsentiert sind. Wir bestehen aus Sternenstaub, der seinen Ursprung in einer Singularität vor dem Urknall hat. Singularität bedeutet einen Zustand ohne zeitliche und räumliche Ausdehnung und ohne jede Form von Verschiedenheit, alles war mit allem verbunden. Aus der Quantenphysik wissen wir, dass „Teilchen“, die zueinander in Beziehung standen, diese Beziehung zueinander nie aufgeben, ganz gleich, wie weit sie sich voneinander entfernt haben. Ergo: Alle Elementarteilchen des Universums sind miteinander vernetzt, es gibt nichts, was getrennt von etwas anderem gedacht werden könnte. Die Veränderung eines Quantenspins (Eigenschaftsänderung eines Quants) wird somit zum kosmischen Ereignis. Bewusstsein ist kein individuelles Phänomen, sondern ein kosmisches (so wenig wie das Fernsehprogramm auf meinem Bildschirm zu Hause eine Privatvorstellung von ARD, ZDF und den anderen zweifelhaften Sendeanstalten nur für mich alleine darstellt).
Wer die Quantenphysik ihrem Wesen nach verstanden hat, begreift, dass jede Diskussion, ob Pflanzen, Tiere – bis hin zur leblosen Materie wie etwa Steine – über Bewusstsein verfügen, sich erübrigt, da Information von Materie nicht getrennt werden kann. Information wiederum ist nicht von Bewusstsein zu trennen. Dieser Logik folgend ist eben auch ein Stein Teil des kosmischen Bewusstseins und ohne dieses nicht denkbar. Die Erkenntnis mag bitter sein, aber das erleben wir nicht zum ersten Mal: Wir mussten einräumen, dass die Sonne nicht um die Erde kreist. Wir mussten lernen, das unser Sonnensystem nicht das Zentrum des Universums ist, sondern eine Randerscheinung, und nun müssen – oder dürfen? – wir lernen, dass der Mensch nicht einzigartiger Träger von Bewusstsein ist, sondern ebenso Teil des kosmischen Bewusstseins darstellt wie der Stein.

Haben wir diese Zusammenhänge begriffen, verstehen wir, dass wir dem System nicht Schaden zufügen können, ohne uns selbst zu schaden. Die Gesinnung, mit der wir ein Produkt erzeugen, wird zur Botschaft für unsere Zellen und für unser Bewusstsein. Der Gedanke der Anthroposophen, dass über Nahrung auch geistige Kräfte transportiert werden, ist somit nur folgerichtig.

An dieser Stelle möchte ich einflechten, dass ich keine Beziehung hatte zur Lehre Rudolf Steiners. Dies beruhte maßgeblich auf meiner Prägung durch unser wissenschaftliches Weltbild, das nichts anerkennt, was nicht gemessen werden kann. Die Anthroposophie und ihre Vertreter vermittelten mir zudem den Eindruck einer Art von Religion, eines Systems, das man in allen Facetten befürworten muss, um dazuzugehören. Ich kannte Anhänger dieser Bewegung, auf die Druck ausgeübt wurde, sobald kritische Gedanken gegenüber dem System auftauchten. Auch halte ich die Erziehungsmethoden Rudolf Steiners in Teilen für herzlos und somit für inakzeptabel. Dennoch stimme ich nach meiner jahrelangen persönlichen gedanklichen Entwicklung und Erfahrung aus voller Überzeugung vielen Grundgedanken der Anthroposophen zu. Als reifender Mensch sollte man in der Lage sein, Urteile und Vorurteile zu revidieren und, wenn es sein muss, auch ganze Weltbilder zu überwinden, nicht durch Übernahme eines Glaubens, sondern basierend auf gelebter Erfahrung und persönlicher Erkenntnis.

Fazit: Nahrung ist mehr als Energie und Baustoff. Nahrung vermittelt die notwendigen Basisinformationen zur Aufrechterhaltung einer gesunden Zellstruktur und Funktion mit Auswirkungen auf unseren Geist und unser Bewusstsein.

 

Gesunde Ernährung – leicht und effektiv gemacht

Das Thema "gesunde Ernährung" füllt bereits ganze Bücherregale, aber im Grunde gibt es keine gesunde Ernährung für jedermann. Was für den einen gut ist, mag auf den anderen geradezu toxisch wirken. Dennoch, so glaube ich, kann man grobe Eckpfeiler einer sinnvollen und gesunden Ernährung festlegen.
Ein allgemeines Manko sehe ich bei dem Verzehr von Rohkost in Form von Obst, Gemüse und Kräutern. Der Anteil an Rohkost in unserer täglichen Ernährung sollte 40 bis 50 Prozent betragen. Es gibt sogar die Meinung, dass man sich ausschließlich von Rohkost ernähren sollte. Andere halten dagegen, dass unser Verdauungstrakt für die Aufschließung einer stark faserreichen Kost nicht geschaffen sei. In der Tat verfügen wir weder über einen Labmagen noch über einen Pansen und sind keine Wiederkäuer. Die Energie, die wir zuweilen in Verdauung und Aufschließung der Nahrung stecken müssten, wäre möglicherweise höher als der Energiegewinn. Die Energielücke kann zum Teil durch Getreideprodukte geschlossen werden, rohe Getreideprodukte sind jedoch nicht jedermanns Sache. Wie bereits erwähnt bin ich Pragmatiker und möchte nicht Dinge von meinen Patienten fordern, die im Alltag nicht durchzuhalten sind. Ich muss außerdem zugeben, dass die ungesunden, verarbeiteten Nahrungsprodukte auch mir mehr Freude beim Verzehr bereiten als das Herumkauen auf zähen Kräutern und Salatblättern.
Doch lässt sich eine Lösung für dieses Problem finden, nämlich die Zerkleinerung von Obst, Kräutern und Gemüse in einem Standmixer, nicht zu verwechseln mit Stabmixer oder Pürierstab. (Bei der Anschaffung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Mixer über ein modernes Messerwerk verfügt, das eine hinreichende Zerkleinerung und Homogenisierung der Nahrungsprodukte gewährleistet.)

Beispiel:

 


In der Zwischenzeit habe ich gelernt, dass diese Getränke Smoothies genannt werden und dass ich keineswegs der Erfinder bin, wie ich anfangs glaubte. Das Mixen der Produkte entlastet mich von mühsamer Kauarbeit, zudem wird die Nahrung derart zerkleinert, dass ihre weitere Aufschließung problemlos durch die Verdauungsenzyme erfolgen kann. Auf diese Weise habe ich das Spektrum meiner Ernährung erheblich erweitert, denn wer möchte schon freiwillig auf Wildkräutern herumkauen oder auf Brennnesseln, Spitzwegerich, Salbeiblättern, Erdbeerblättern, Brombeerblättern etc. Und nun verschafft die Kreation immer neuer Mixgetränke meinem Gaumen sogar ungeahnte Überraschungen und Abwechslung und versorgt meine Zellen mit einer Flut und Vielfalt von Nährstoffen, die diese lange nicht kannten, obgleich ich mich nicht ungesund ernährte.
Tatsächlich verschwanden meine Schulterschmerzen, die mich ein Jahr lang streckenweise schier unerträglich geplagt hatten, nachdem ich vier Wochen lang Kräutermixgetränke getrunken habe (täglich etwa ein Liter). Erstaunlicherweise hatte die Zufuhr von viel Salat und Obst keine ähnlich positive Auswirkung. Eine Zeit lang hatte ich außerdem täglich beachtliche Mengen von selbstgefertigten Obst- und Gemüsesäften zu mir genommen, ohne dass ich einen spürbaren Effekt auf mein Befinden bemerkt hätte.

Wieso Smoothies?
Mixgetränke verfügen offensichtlich über ein anderes Potential als Presssäfte. Der Unterschied liegt in der Verwirbelung der Produkte im Mixer, die zu einer Dynamisierung der Inhaltsstoffe führt, ähnlich der Herstellung homöopathischer Arzneimittel durch Verschüttelung. Durch die Verwirbelung und Rotation beim Mixvorgang entstehen messbare elektrostatische Potentiale, die den Informationscharakter der Nahrung für die Zelle verstärken, so dass prägnantere Resultate zustande kommen. Ein wichtiger Aspekt bei der Fertigung von Mixgetränken ist, dass die Produkte noch leben. Durch den Mixvorgang werden sie zerstört, und das ausströmende Leben – in Form der Biophotonen – strömt unmittelbar in unser Körperfeld, vorausgesetzt, das Mixgetränk wird rasch konsumiert, wozu ich dringend rate, da diese Getränke durch Oxidation rasch an Qualität verlieren.
Meine Empfehlung lautet deshalb, neben dem Verzehr von Obst, Salaten und Gemüse eine tägliche Zufuhr von 0,5 bis 2 Litern Smoothies. Das Spektrum der Bestandteile sollte breit variiert werden. Jeder sei angehalten zu experimentieren, jeder hat einen anderen Geschmack, andere Vorlieben und ein anderes Verlangen. Ich achte auf die Ausgewogenheit der Farben der Nahrungsprodukte und darauf, dass genügend Kräuter zur Anwendung kommen (wozu ich mich auch noch öfter überreden muss). Ein gesunder Körper ist mein größtes Kapital, und ich bin bereit, zu dessen Aufrechterhaltung Opfer zu bringen, sofern man von überhaupt von Opfer reden kann. Mittlerweile habe ich ein regelrechtes Verlangen nach diesen Getränken, denn sie tun mir spürbar gut.

Was können wir darüber hinaus tun?
Beim Kauf von Nahrungsmitteln sollten wir darauf achten, dass es sich um eine Bio- oder Demeter-Qualität handelt. Auch bei dem Verzehr von Fleischprodukten sind Herkunft und Art der Erzeugung außerordentlich wichtig. Auf Produkte, die aus Massentierhaltung stammen, verzichte ich. Zugegeben, Bioprodukte sind teurer, doch das Problem löst sich schnell, indem man weniger davon verzehrt, was ein zusätzliches Plus in der Qualität der Ernährung darstellt, da diese meist auf ungesunde Weise zu fleischbetont ist. Die Aufnahme von Wild in den Speiseplan erscheint mir ebenfalls als gute Maßnahme, da Wildtiere sich auf natürliche Weise ernähren, ihr Fleisch ist fettärmer und biologisch wertvoller. Es stellt sich die Frage, ob man nicht ganz auf Fleisch verzichten sollte. Für Krebspatienten propagiere ich eine fleischlose Ernährung, da Patienten, die über Spontanheilungen berichten, häufig auf fleischlose Kost umgestellt haben.
Neben der Verwendung von qualitativ hochwertigen, abwechslungsreichen und lebendigen Produkten ist die deutliche Reduktion von Kohlenhydraten anzuraten. Diese sind enthalten in Süßigkeiten, Backwaren, Nudeln, Reis, Grieß und sonstigen Getreideprodukten, Kartoffeln etc. Sie führen – mit Ausnahme der Kartoffeln – zu einer Übersäuerung der Zellen und oft auch zu einer Überdosis an Kalorien, die mangels körperlicher Bewegung nicht verbrannt werden. Zudem stehen Kohlenhydrate im Verdacht, Tumorzellen in ihrem Wachstum zu unterstützen und somit das Gesamtgeschehen in eine ungünstige Richtung zu beeinflussen. Ferner führt eine kohlenhydratbetonte Ernährung zu einem Ansteigen des Diabetes Typ II.

Ernährung als Basis des Organismus
Wie also sollte die Zusammensetzung einer gesunden Ernährung aussehen? Die Angaben hierzu differieren je nach zugrunde liegender Ernährungsphilosophie. Als grobe Orientierung sollten 50 bis 70 Prozent der Kalorien aus Fett und Eiweiß bezogen werden und 30 bis 50 Prozent aus Kohlenhydraten. Die Kohlenhydrate sollten komplexer Natur sein (wie in unverarbeitetem Getreide). Mit anderen Worten: Zucker und zuckerhaltige Produkte sollten vermieden werden.
Zum Thema Fett haben viele Verbraucher ein gestörtes Verhältnis, da sie Fette mit einer starken Kalorienzufuhr in Verbindung bringen. Dabei gehören sie zu den wichtigsten Baustoffen unseres Körpers. Die Zellmembran wird von ihnen gebildet, sie sind Voraussetzung für zahlreiche Hormone. Kurz: Sie sind für die Strukturerhaltung des Körpers zu wichtig, um sie einfach zu verbrennen. Wir sollten somit unbedingt darauf achten, dass unserem Körper ungesättigte Fettsäuren in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Empfehlenswert erscheint die Kombination von mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Leinöl mit Proteinen, wie sie in Quark und Joghurt vorkommen. Ob die alleinige Anwendung der sogenannten Budwig-Diät (basierend auf einer Öl-Eiweiß-Kost) Krebs heilen kann, wie in einigen Kasuistiken behauptet wird, gilt als umstritten und unbewiesen.
Grundsätzlich sollte man Essen nicht als Therapie betrachten, umgekehrt kann es sehr schwer werden, bei schlechten Ernährungsgewohnheiten eine Heilung erzielen. Unbestritten ist auch, dass schlechte Ernährung ohne weiteres Zutun Krankheiten erzeugen kann. So gesehen ist eine durchdachte kontrollierte Ernährung die Basis für einen gesunden Organismus. Durchdacht und kontrolliert bedeutet, dass jeder für sich persönlich einen geeigneten Ernährungsplan für die Woche entwirft und darauf achtet, was er isst, wie viel er isst und wie geeignet diese Produkte für die Ernährung sind. Ernährung bedeutet nicht nur Zufuhr von Energie, damit der Organismus energetisch überlebt, sondern die Versorgung des Organismus mit Mineralien, Vitaminen und essentiellen Fett- und Aminosäuren in ausreichender Menge und auf die richtige Weise.

Eine einfache Lösung
Da die meisten keine Lebensmittelchemiker sind und ihre Zeit nicht damit verbringen möchten, sich in den unendlichen Weiten der Ernährungswissenschaft zu verstricken, brauchen wir nicht mehr zu tun, als uns die Nährstoffe in Form von Smoothies in der beschriebenen Weise zuzuführen. Wenn wir dies täglich tun, werden Nahrungsergänzungsmittel nahezu überflüssig.
Wenn wir die Smoothies weiter optimieren wollen, empfiehlt es sich, Obst und Gemüse nicht nur in purem Wasser zu mixen, sondern Kefir, Joghurt oder Quark hinzuzufügen. Geben wir jetzt noch einige Esslöffel Leinöl hinzu sowie Ingwer, Curcuma und Pfeffer, haben wir mehrere Philosophien gegen Krebs in einem Produkt vereinigt und sind bestens versorgt mit sogenannten Radikalfängern, sekundären Pflanzenstoffen, Quercetinen, Flavonoiden, Retinoiden, Apigenin, Salvestrolen etc., alles Stoffe, die dem Zellschutz, dem Schutz vor Zellalterung, dem Energiestoffwechsel der Zelle und somit dem Schutz vor Krebs dienen.
Die wichtigen Omega-3-Fettsäuren sind enthalten in Leinsamen-, Soja-, Walnuss- und Rapsöl, aber auch im Fett von Makrele, Lachs, Hering, Forelle und Thunfisch. Produkte, die ich ebenfalls meinem Smoothie zusetzen kann, bis auf die Fische, deren Verzehr ich persönlich in der ungemixten Variante bevorzuge.

Fazit: Die tägliche Versorgung der Zellen mit lebensnotwendigen Nährstoffen in der notwendigen Breite lässt sich bequem und effektiv über Zubereitung und Verzehr von Smoothies gewährleisten. Teure Nahrungsergänzungsmittel werden nahezu überflüssig und können in Bezug auf Nährstoffkomplexität in keinster Weise mit Smoothies konkurrieren.

Hinweis: Diabetes- und Marcumar-Patienten, Patienten mit Nahrungsmittelallergien und Stoffwechselerkrankungen sollten Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt nehmen.

 

Smoothies gegen freie Radikale
Freie Radikale sind chemische Verbindungen, die über ein oder mehrere freie Elektronen verfügen. Diese suchen nach Reaktionspartnern und nehmen die nächstbeste Möglichkeit wahr, sich mit anderen Atomen oder Molekülen zu verbinden. Freie Radikale werden verantwortlich gemacht für die Entstehung von Arteriosklerose, Rheuma, Autoimmunerkrankungen, Krebs, Allergien etc. und fördern zudem den Alterungsprozess. Mit anderen Worten: Freie Radikale sind an den Erkrankungen beteiligt, die über neunzig Prozent der Todesursachen der westlichen Welt ausmachen.

Umgekehrt spielen sie aber auch eine gewichtige Rolle in der Stimulation der körpereigenen Abwehrmaßnahmen, ferner werden sie für die Zerstörung vorhandener Krebszellen benötigt, so dass vor der unkontrollierten Bekämpfung freier Radikale gewarnt werden muss. Es geht somit um ihre Regulation und Modulation, deren Komplexität in meinen Augen jedoch nicht gänzlich erfasst werden kann. Was bleibt ist der Rückgriff auf Lebensmittel, die sich im Prozess der Evolution bewährt haben.

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass Studien betreffs der Schutzwirkung von Vitaminen wie Beta-Carotin und Vitamin E zu widersprüchlichen Ergebnissen führten. So konnte in manchen Studien ein schützender Einfluss auf die Zellen belegt werden, andere jedoch zeigten beispielsweise, dass Beta-Carotin bei Rauchern zu einer erhöhten Auslösung von Lungenkarzinomen führte. Diese Studien bezogen sich jedoch allein auf die Zufuhr isolierter Vitamine in Pillenform; es gibt keinerlei Hinweise, dass die erhöhte Zufuhr von Beta-Carotin aus Nahrungsmitteln zu denselben Effekten führt. Offensichtlich begreifen wir vieles noch nicht, was die Auswirkung von isoliert verabreichten Vitaminen auf Zellen betrifft. Nahrungsmittel sind mehr als die Summe ihrer Vitamine und Spurenelemente.

Wählen wir hierfür ein Bild: Vergleichen wir ein Nahrungsmittel mit einem Symphonieorchester, so entsprächen die einzelnen Vitamine den Instrumenten. So wenig wir ein Instrument aus einem Orchester herausnehmen können und dies schon für das Ganze halten, sollten wir dieses mit Vitaminen tun. Das wohl bekannteste Vitamin ist das Vitamin C, vergleichbar mit der Violine im Orchester. Vor ein oder zwei Jahren gab es einen regelrechten Hype um Vitamin C, zum Teil hochdosiert als Infusion zugeführt. Einige frohlockten bereits, dass der Krebs hierdurch zu besiegen sei. Mir ist allerdings kein einziger Krebspatient bekannt, der seine Heilung auf Vitamin-C-Zufuhr zurückführt, von wissenschaftlichen Belegen ganz zu schweigen.

Kehren wir zu unserem Vergleich zurück: Was nützt es, die Violinen eines Orchesters zu isolieren? Trägt man eine Violine aus einem Konzertsaal – in unserer Analogie entspricht der Konzertsaal einer Zelle – in den nächsten Saal, was passiert dort? Nichts. Selbst nach der Zufuhr einer hohen Dosis, etwa hundert Violinen, erleben wir keine Musik. Woran liegt das? Ein Instrument ist notwendig, aber nicht hinreichend für die Erzeugung von Musik, denn es fehlen die Noten, es fehlt die Spielanweisung, die Information, die auf dem Instrument erst den Klang erzeugt. Ungeachtet der Klangerzeugung ist eine Instrumentengruppe nicht in der Lage, den Ausdruck eines ganzen Symphonieorchesters hervorzubringen. Die chemischen Verbindungen – ob Vitamine, Spurenelemente oder sekundäre Pflanzenstoffe – sind vergleichbar den Instrumenten eines Symphonieorchesters, die in der Gesamtheit von Biographie und spezifischen Botschaften, beispielsweise denen eines Apfels, die Zelle mit der Information eines gesamtorchestralen Werks erfüllen, die wir Musik und Melodie nennen. Diese Gesamtwirkung, die von naturbelassenen Produkten vermittelt werden kann, ist durch die Gabe von einzelnen Vitaminen in Pillenform nicht zu bewerkstelligen. Dies ist in meinen Augen die Erklärung dafür, dass Vitamintabletten kein Äquivalent für komplette Nahrungsmittel darstellen. Ihre Einnahme führt deshalb zu scheinbar paradoxen Ergebnissen an der Zelle, wie bereits oben ausgeführt wurde.

Fazit: Freie Radikale sind beteiligt an Alterungs-  und zivilisatorischen Prozessen von Zellen, Zellbestandteilen und Enzymen, deren komplexe Regulationsvorgänge am besten durch Radikalfänger, enthalten in qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln, zu gewährleisten sind. Viele Vitamine, beispielsweise Beta-Carotin, sind nur schwer aus den Faserbestandteilen der Nahrung herauszulösen, da sie als Kristalle vorliegen. Durch den Mixvorgang erfolgt die notwendige Zerkleinerung, so dass aufgrund der geringen Nahrungspartikelgröße dieser Prozess problemlos vonstattengeht.
 
Smoothies gegen Übersäuerung
Durch den Verzehr von Smoothies erzielen wir außerdem eine Alkalisierung des Zellmilieus. Neben der Zellbelastung durch freie Radikale ist die Übersäuerung der Zellen ein gewichtiges Problem. Diese führt ebenfalls zur Veränderung von Struktur- und Funktionsproteinen mit den bereits beschriebenen negativen Auswirkungen. Die Übersäuerung ist maßgeblich beteiligt an der Entstehung von Krebs, dem Energiemangel und der Mitochondriopathie. Mitochondrien werden auch als die Kraftwerke der Zellen bezeichnet, da in ihnen zu wesentlichen Teilen die Umwandlung von Fetten und Kohlenhydraten zu Zellenergie erfolgt. Die Beeinträchtigung dieser Zellorganellen führt ebenfalls zu Energiemangel, zur Übersäuerung und generell zur Beeinträchtigung von Struktur und Funktion der Zellen.

Salvestrole – Krebskiller aus der Natur
Über Smoothies führen wir den Zellen Salvestrole zu, die die Zelle benötigt, um die Selbstzerstörung von Krebszellen dank der Aktivierung des Enzyms CYP1B1 zu induzieren. Unser Organismus kann sich somit selbst von Krebszellen befreien, vorausgesetzt, die Produkte stammen aus biologischem Anbau, denn nur dann verfügen sie über Salvestrole als Abwehrstoffe gegen Pilze und andere Parasiten. Eine hinreichende Versorgung mit Salvestrolen über konventionell erzeugte Produkte ist somit kaum mehr möglich. In welchen Produkten sind Salvestrole vorzugsweise vorhanden?
Obst: Erdbeeren, Äpfel, Trauben, Johannisbeeren, Himbeeren, Maulbeeren, Ananas, Melonen, Mango, Trauben, Pflaumen, Feigen, Mandarinen, Orangen, Birnen etc.
Gemüse: Gurken, Spinat, Zucchini, Möhren, Blattgemüse, Artischocken, Kresse, alle Kohlarten, Avocado, Paprika, Aubergine, Spargel, Chicorée  etc.
Gewürzkräuter: Löwenzahn, Salbei, Minze, Spitzwegerich, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Kamille, Hagebutten, Blätter von Himbeeren und Erdbeeren etc.
In Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass Salvestrole in der Lage sind, Krebszellen aus unterschiedlichen Geweben zu vernichten, beispielsweise aus Brust, Prostata, Enddarm, Eierstöcken, Gehirn und Haut. Ferner zeigten Kasuistiken auf, dass Salvestrole maßgeblich zur Tumorverkleinerung beitragen konnten, bis hin zum völligen Verschwinden von Krebsgeschwüren.

Apigenin gegen Krebs
Eine weitere Stoffgruppe von übergeordneter Bedeutung ist das Apigenin, enthalten in Petersilie, Kamille und Salbei. Diese Verbindung kann die Zellteilung von Krebszellen blockieren. Entscheidender Faktor bei der Krebserkrankung ist die Ablösung von Tumorzellen aus dem Primärtumor, die sich dann auf Wanderschaft begeben und zur Ausbreitung über das Blut und das Lymphsystem führen. Bereits während dieser Wanderung bereiten Krebszellen ihre Zellteilung und somit eine weitere Verbreitung vor. Frau Britta Kubens von der Universität Witten/Herdecke konnte zeigen, dass dieser Vorgang effektiv durch Apigenin gehemmt werden konnte.

Curcuma gegen Krebs
Curcuma (Kurkuma) ist ein uns allen vertrautes Gewürz, das dem Currypulver seine charakteristische gelbe Farbe verleiht. Die darin enthaltenen Verbindungen sind in der Lage, das Absterben von Krebszellen zu induzieren, und wirken der Invasion und Metastasierung von Krebszellen entgegen, indem eine Gefäßneubildung behindert wird. Curcuma wird in Darm und Leber normalerweise relativ schnell abgebaut, dem kann man durch das Hinzufügen von schwarzem Pfeffer entgegenwirken. Die Bestandteile des Curcuma sind sehr empfindlich gegenüber Hitze, somit ist die Beimengung zu Smoothies, in der Kombination mit Pfeffer, der ideale Weg, Curcuma dem Organismus zuzuführen.

Shiitake-Pilze gegen Krebs
Diese Pilze möchte ich der Vollständigkeit halber erwähnen, da das enthaltene Lentinan, ein Polysaccharid, dem Organismus hilft, Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Lentinan stimuliert die Bildung von Killerzellen, T-Helferzellen und Makrophagen. Es regt ferner die Ausschüttung von körpereigenem Interferon an, welches ebenfalls hilft, Krebszellen zu vernichten, und darüber hinaus eine Wirkung gegen Viren entfaltet, unter anderem gegen solche, die an der Krebsentstehung beteiligt sind, wie HPV-Viren. Es spricht nichts dagegen, Shiitake-Pilze einem Gemüse-Smoothie beizufügen, die regelmäßige Verwendung in Pilzgerichten sei an dieser Stelle ebenfalls empfohlen.

Erfahrungen aus der Praxis
Seit nunmehr sechs Monaten sind mein Praxisteam und ich redlich bemüht, die Patienten von der Notwendigkeit, dem Nutzen und den Vorteilen einer gesunden Ernährung zu überzeugen und dahingehend zu motivieren. Auf Nachfrage konnte sich jedoch nur eine recht geringe Zahl von Patienten zur Durchführung der empfohlenen Maßnahmen entschließen. Dies ist erstaunlich angesichts der zum Teil ernsthaften Erkrankungen der Patienten, die mit einem erheblichen psychischen und physischen Leidensdruck einhergehen. Viele von ihnen fragen mich: „Was kann ich zusätzlich Unterstützendes tun?“ Ich rate ihnen zu entsprechendem Vorgehen. Frage ich bei der nächsten Behandlung nach, bekomme ich häufig folgende Argumente zu hören:

  • zu zeitintensiv
  • keine Bioprodukte in der Nähe verfügbar
  • schmeckt nicht
  • verursacht Verdauungsbeschwerden

Für den Außenstehenden sind die scheinbar unüberwindlichen Hürden oft nur schwer nachvollziehbar, und sie scheinen mir einfach lösbar, wenn man guten Willens ist. Drei Dinge stehen dem in diesem Zusammenhang entgegen:

  1. Bequemlichkeit
  2. Motivations- und Antriebsstörung bis hin zur depressiven Grundhaltung
  3. mangelnde Aufklärung und Einsicht bezüglich des Zusammenhangs von ungesunder Lebensweise und chronischen Erkrankungen in der modernen  Gesellschaft

Insbesondere der dritte Punkt hat mich motiviert, diesen Artikel zu verfassen, in der Hoffnung, dass er Früchte tragen wird.
Doch es gibt auch andere Rückmeldungen von Patienten, die der Aufforderung folgten und über wahre Explosionen ihrer Vitalität und Verbesserung des Allgemeinbefindens berichten. Zu den Verbesserungen zählen das Abklingen chronischer Entzündungen, Abbau von überflüssigem Gewicht, Verbesserung von Schlaf, bessere kognitive Leistungsbereitschaft, besseres Gedächtnis und stimmungsaufhellende Wirkung. Die unter 1. und 2. beschriebene Lethargie hat ihre Wurzel in der Zufuhr lähmender, energie- und kraftraubender Nahrungsmittel.

Lösen Smoothies alle zivilisationsbedingten chronischen Gesundheitsprobleme?
Hin und wieder erscheinen Patienten in meiner Praxis, die sich seit Jahren in einer ähnlichen oder sogar der beschriebenen Weise ernähren, so dass ich mich fragte, was sie in meine Praxis führen könnte. Interessanterweise klagten einige über chronische Entzündungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder gar Krebserkrankungen. Im Rahmen meiner Untersuchung dieser Patienten fand ich trotz gesunder Lebensweise zahlreiche Fehlinformationen in Zellen und Organen, auf deren Grundlage die von den Patienten geschilderten Beschwerden entstanden.
Eine gesunde Ernährung ist also notwendig, aber in einigen Fällen eben nicht hinreichend zur Erhaltung der Gesundheit. Nahrung ist offensichtlich nicht in der Lage, alle Informationsdefizite der Zellen zu beseitigen. Eine therapeutische Intervention, die dies zu leisten imstande ist, ist ebenfalls notwendig. Dieses sogenannte energetische Arbeiten am Patienten hat noch keinen allgemein anerkannten Stellenwert erreicht, da es sich hierbei um Phänomene handelt, die unseren Messapparaturen nicht unmittelbar zugänglich sind, und was wir nicht messen können, gibt es bekanntlicherweise nicht.
Nichtsdestoweniger hat mich die eigene Erfahrung gelehrt, dass energetische Verfahren ebenfalls nicht in der Lage sind, alle Probleme im Körper zu lösen, insbesondere dann, wenn der Zelle Stoffe fehlen, die programmierten Therapiebefehle in Resultate zu überführen. So betrachtet schaffen wir durch entsprechende Ernährung und Informationsmedizin synergistische Effekte, die erst in der Kombination zum Erfolg führen können.
 
FazitInformationsmedizinische Behandlungen werden durch Smoothies in ihrer Wirkung beschleunigt und unterstützt. Die protektive und prophylaktische Wirkung in Bezug auf die Entstehung von Krankheiten liegt auf der Hand. Ich kann nur jeden ermutigen, seine persönlichen Erfahrungen zu machen. Für mich sind Smoothies zur Erhaltung meiner persönlichen Gesundheit und Fitness unentbehrlich geworden.

Hinweis: Diabetes- und Marcumar-Patienten, Patienten mit Nahrungsmittelallergien und Stoffwechselerkrankungen sollten Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt nehmen.

Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass es sich um Empfehlungen und Anregungen bezüglich Ernährung und Lebensweise handelt und nicht um eine Therapie. Die Empfehlungen entsprechen keinen schulmedizinisch überprüften Handlungsanweisungen und sind nicht wissenschaftlich evaluiert. Die Durchführung solcher Maßnahmen erfolgt daher in Eigenverantwortung und sollte gegebenenfalls erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Copyright Dr. Gunter Petry, Januar 2012
Institut für Informationsmedizin und angewandte Epigenetik

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Nahrung und Information 2012.pdf